SinusTon | 7. Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik
KLANGSPRACHEN
27. - 30. Oktober 2016 | Magdeburg

         


Interpreten (Auswahl)



 

Shintaro Imai wurde 1974 in Nagano, Japan, geboren. Der japanische Komponist, der zu den bedeutendsten Elektronikkünstlern seiner Generation gehört, studierte Komposition und Computermusik mit Takayuki Rai, Erik Oña und Cort Lippe am Institut für Sonologie des Kunitachi College of Music. Nach Abschluss seines Studiums nahm er am Kompo-sitions- und Computermusikkurs am Ircam in Paris teil, wo er auch Komposition bei Philippe Hurel studierte. Zwischen 2002 und 2003 bekam er Unterstützung vom Japanischen Amt für kulturelle Angelegenheiten und arbeitete am ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe. 2004 war er Gast des DAAD in Berlin und arbeitete als Komponist im Elektronik-Musikstudio der TU Berlin. Seit 2008 hat er des öfteren Musik des Bauhaus-bühnen-Projekts geleitet und arbeitete zusammen mit Thorsten Blume bei der Stiftung Bauhaus Dessau.
Beim SinusTon-Festival 2016 ist Shintaro Imai „composer in residence“.

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DONG Ya (in Deutschland bekannt als Ya Dong) geboren in der chinesischen Millionenstadt Shanghai, ist eine der namhaftesten Pipa-Spielerin Chinas.
DONG Ya spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr Pipa zunächst mit Pipa-Meister GU Yugeng, danach mit MA Linsen, LIN Shicheng, Shui Wenbin, Gu Huiman, insbesondere mit dem große Solomeister TANG Liangxing (Shanghai Orchester für nationale Instrumente) und gab mit 13 Jahren ihr erstes Solokonzert in der renommierten Shanghai Musik-Kunst-Konferenzhalle (Wen-Yi-Hui-Tang), für die nur außergewöhnliche junge Talente ausgewährt wurden, dort zu konzertieren.
Mit 15 Jahren wurde DONG Ya nach strengsten Auswahlverfahren unter Bewerbern aus ganz China von dem renommierten Dong-Hai Ensemble der chinesischen Marine als Pipa-Solistin aufgenommen. Durch zahlreiche Auftritte auf den wichtigsten Konzertbühnen des Landes und bei den wichtigsten Kulturereignissen schaffte DONG Ya sich schon als junge Pipa-Spielerin einen Namen, bevor sie das Studium an der Shanghai Musikhochschule begann. An der Musikhochschule Shanghai studierte DONG Ya bei dem Pipa-Meister YE Xuran und wurde wegen ihres außergewöhnlichen Talentes vom "Pipa-Papst" WEI Zhongle als letzte Schülerin (Guan-Men-Di-Zi) aufgenommen. Noch während des Studiums im Jahr 1982 gewann DONG Ya den allerersten nationalen Wettbewerb für chinesische Instrumente. Nach Abschluss des Studiums erhielte Dong Ya den Lehrauftrag an der Shanghai Musikhochschule. Seit 1987 lebt DONG Ya (in Deutschland als Ya DONG) mit ihrer Familie in Deutschland, wo sie Solokonzerte, Konzerte mit Ensemble, Konzerte mit Orchestern, solistische Mitwirkung bei Opernaufführungen sowie Hörfunk-, Fernseherauftritte gibt.
DONG Ya spielte u.a. mit europäischen Orchester und Ensemble wie z. B. den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Bayerischen Rundfunkorchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem BBC Schottischen Sinfonieorchester, den Dresdner Sinfonikern, dem Niederländischen Staatsopernorchester, dem Hong-Kong Sinfonieorchester, dem National Sinfonieorchester Torino, dem Symfonie orkest vlaanderen Belgien, dem New Ensemble Niederland, dem Ensemble SOLO X-fach und dem Ensemble Dragon.
Neben den öffentlichen Konzerten gibt DONG Ya in zahlreichen Musikhochschulen, Musikschulen, Schulen, Museum, sowie kulturellen Institutionen Lehrkonzerte, hält Vorträge und Workshops über das Instrument Pipa und die chinesische traditionelle Musik.

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Sonar ist das spanische Wort für „klingen“. Sonar bezeichnet aber auch ein Verfahren zur Distanzvermessung unter Wasser. Schallimpulse werden in den unbekannten Raum geschickt. Ihr Echo bringt neue Erkenntnisse über Nähen und Entfernungen mit. Im Profil des 2006 gegründeten Sonar Quartett vereinen sich diese beiden Bedeutungen des Wortes: Das Ensemble spürt dem Klang im noch unerschlossenen Raum nach. 
Das Sonar Quartett scheut beim Suchen und Forschen im unerschlossenen musikalischen Raum kein Risiko und hat sich so einen festen Platz in der Welt der Neuen Musik erobert. Neben Auftritten bei den Berliner Festivals Ultraschall und MaerzMusik, dem Forum Neuer Musik Köln, dem Siemens Arts Program wird es vermehrt auch zu Festivals ins Ausland, darunter London Ears, Présences Paris und Pan Music Festival Seoul, eingeladen. Zentrum seines Schaffens aber ist Berlin, wo sich die vier Musiker als integraler Teil des großstädtischen Organismus verstehen. Sie beleben die Musikszene mit Kompositionsaufträgen und lassen sich beim Aufspüren von Kreativpotential auf Wagnisse aller Art ein. Nicht selten verlassen sie die Wohlfühlzone herkömmlicher Konzertformen, kooperieren mit Künstlern aus E- wie U-Musik und tasten die Grenzen zwischen Konzert und Performance ab – in Konzertsälen ebenso wie in Clubs, Galerien, Fabrikgebäuden oder Schwimmbädern. In seiner Konzertreihe „Berlin im Quadrat“ lässt das Sonar Quartett den „Klang des Möglichen“ hören und wirkt so an der Repertoirebildung der Zukunft mit.
Bei den „Sonar Sessions“ lädt das Ensemble zu informellen Hauskonzerten ein, die im kleinen Rahmen Einblick in den Erarbeitungsprozess neuer Stücke geben und Raum für Gespräche mit Quartett und Komponisten gewähren. In seinen Konzertprogrammen bringt das Sonar Quartett immer wieder neuste Kompositionen in einen Dialog mit Werken des 20. Jahrhunderts wie auch des klassischen Repertoires und eröffnet so zu jenen einen frischen Zugang.

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Die 1971 in Tokio geborene Künstlerin und Komponistin Miki Yui arbeitet seit 1998 an dem Thema Umgebung und akustische Wahrnehmung, das sie „small sounds“ nennt.
„Von der Wahrnehmung leisester Töne und Geräusche aus entwickelt sie Musikstücke und Klanginstallationen, dia auf subtile Weise auf Vorhandenes verweisen.“ (Dr. Erich Franz)
Miki Yui ist auf zahlreichen Ausstellungen und Konzerten in Europa und Japan vertreten. 2006 erhielt sie u. a. den Produktionspreis von Radio WDR3 beim Deutschen Klangkunstpreis Marl, 2005 den Preis für für Kunst und Wissenschaft - Kunst und Musik von Westfälischem Kunstverein & Fritz Terfloth Stiftung Münster.

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Das Duo Conradi-Gehlen wurde von Stefan Conradi und Bernd Gehlen nach gemeinsamer Teilnahme bei der Fernsehaufzeichnung von Mauricio Kagels „Repertoire“ aus „Staatstheater“ im Jahre 1986 gegründet.
Stefan Conradi und Bernd Gehlen studierten zu dieser Zeit bei Professor Wilhelm Bruck an der Hochschule für Musik Karlsruhe.
Bei zahlreichen Konzerten sind bisher Werke von John Cage, Eckart Beinke, Violeta Dinescu, Bernd Franke, Mauricio Kagel, Matthias Kaul, Stefan Lienenkämper, Silvana da Lotti, Jörg Mainka, Alexander Raskatov und vielen anderen ur- oder erstaufgeführt worden. Im Jahr 2015 wird das mehrteilige Werk iv 14 von Mark Andre uraufgeführt.
Das Duo hat bisher zwei CDs eingespielt: „Sounds of Venice“ (Co-Produkion mit Radio Bremen) und „unspoken“ (Co-Produktion mit dem Hessischen Rundfunk). Beide CDs sind beim Label Bella Musica/Antes Edition erschienen.
Das Duo Conradi-Gehlen ist auch im Bereich der Konzertpädagogik und Vermittlung Neuer Musik an allgemeinbildenden Schulen tätig. Im gesamten Bundesgebiet arbeitet das Duo mit Schulklassen aus allen Schulbereichen, von der Förderschule bis zum Gymnasium, um die verschiedensten Ausdrucksmöglichkeiten zeitgenössischer Musik jungen Menschen nahezubringen, selbst zu erfahren und im Konzert zu übermitteln.
Bei den Konzerten von Duo Conradi-Gehlen erklingen bis zu zehn verschiedene Instrumente.

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Das 2007 initiierte und 2009 in der jetzigen Form gegründete AsianArt Ensemble erhielt 2012 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für seine erste CD „asianart ensemble“, erschienen bei Celestial Harmonies. Einzigartig in der Welt in seiner Besetzung und der Musik, die es darbietet, hat es sich bereits einen festen Platz in der Musiklandschaft gesichert. Die Besetzung des Ensembles mit Instrumenten aus China, Japan, Korea und europäischen Streichern eröffnet neue Wege in der aktuellen Musiklandschaft jenseits der bekannten Strömungen der Neuen Musik oder der sogenannten Weltmusik. Es ist vielmehr auf dem Wege, eine „Neue Musik der Welt“ zu kreieren.
Die Konzertprogramme beschreiten neue Klangräume, die weder dem europäischen noch dem asiatischen Kulturkreis direkt zugeordnet werden können. Abgerundet werden die Konzerte stets von Musik, die das improvisatorische Element betonen und die dem spielerischen und virtuosen Können seiner Mitglieder freien Raum geben. 
Auf neu komponierte Musik ist das AsianArt Ensemble vielleicht wie keines in der Welt angewiesen, existieren doch kaum Werke, auf die es zurückgreifen könnte. Um neue Werke anzuregen, veranstaltet das Ensemble Workshops für Komponisten. Es wird dabei besonderen Wert auf die Eigenheiten der asiatischen Instrumente und ihrer originären Musik gelegt, mit dem Ziel, einen neuen kompositorischen Ansatz zu initiieren.

Die Laudatio zum Preis der Deutschen Schallplattenkritik vom Helmuth Röhm bringt es auf den Punkt: "Ein aus Stücken fernöstlicher und deutscher Provenienz bezwingend komponiertes Programm! Den Musikern des 2007 in München gegründeten AsianArt Ensemble glückt es, eine Kultur des Zusammenspiels zu entwickeln, die staunen macht. Während sie im Klangfluss Intonationsweisen und Vokabularien, Kolorit und rhythmische Energien morgen- und abendländischer Tradition in Eins fließen lassen, möchte man als Hörer mitunter glauben, Zeit und Raum spielten keine Rolle mehr." 

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